Fujian ist wegen seiner Vielfalt der lackierten Ornamente auf der ganzen Welt berühmt. Die hohlen lackierten Ornamente werden als einer der "Drei Schaetze der traditionellen chinesischen Handarbeiten" entlang dem Porzellan von Jingdezhen und Pekings Cloisonné (Zellenschmelztechnik) betrachtet.
Die Kunst der koeperlosen Lackwaren besteht darin, dass mit Hilfe eines Lackes ein Ornament hergestellt wird, ohne dafuer eine Basis wie Holz oder Keramik zu verwenden. Ton, Holz oder Plastik werden als Form für das Design verwendet. Roher Lack wird als Bindemittel verwendet, um Schichten des Materials z. B. Seide hinzuzufuegen. Der neu geschaffene Koerper wird von der Form entfernt. Er wird dann poliert, lackiert und bemalt. Diese “koerperlosen” Lack Waren sind sehr leicht, haben eine lange Lebensdauer und sie sind resistent gegen Feuchtigkeit, Korrosion und gegen das Verblassen der Farben. Heutzutage werden mit dieser Kunstform hauptsaechlich Teekannen hergestellt.
Dir koerperlosen Ornamente aus Fujian wurden in der Qing Dynastie (1644-1912) durch Kuenstler Shen Shao′an geschaffen. Er war ein talentierter Handwerker, der eine Zusammenstellung von Lacken verwendete und diese auf seine Tonmodelle aufgetragen hatte. Sobald das Stueck trocken war, setzte er das lackierte Modell in Wasser ein, dies loeste den Ton auf und dieser war somit das erste Stück welches das “koerperlose” Ornament verlaesst. Die ?koerperlosen“ holen Ornamente von Fujian sind allgemein bekannt als "Die hohlen Ornamente von Shen".
Eines seiner bekanntesten Stuecke ist eine Tee Tasse in Bluetenblattform einer Chrysantheme Blume. Diese steht heutzutage gut behuetet in einem Museum (Imperial Palace Museum). Die Tasse ist so duenn wie Papier. Sie wird von vielen Kunstliebhabern als ein sehr exquisites Stueck der Chinesischen Kunst angesehen.
Diese Form von Lack Waren wurde haeufig dem Koenigtum, den Staatsoffizieren und den auslaendischen Gaesten gegeben und als eine renommierte fachmaennische Arbeit betrachtet. Die holen Ornamente aus Fujian waren auch Uebersee sehr beliebt, deshalb wurden sehr viele Ornamente ueber die Seidenstra?e nach Europa gesandt.
Diese lackierten Ornamente waren innerhalb China, sowie auch in anderen Laender, sehr beliebt und gefragt. Im Jahre 1898 erkannte eine Ausstellung in Paris die Arbeit von Shen Shao'an an und verlieh fuer seine Kenntnisse eine Goldmedaille. Zwischen den Jahren 1898 und 1912 erhielt Fujian fuer seine “koerperlosen” Ornamente viel Aufmerksamkeit, Lob und Annerkennung von überseeischen Ausstellungen. Die Kaiserin-Witwe Ci Xi genehmigte sich auch, die aus Fujian stammenden hohlen Lack Waren und hatte viele Stücke sowohl in dem Sommerpalast als auch innerhalb der Verbotenen Stadt. Viele verschiedene Farben wurden waehrend der 1920-er Jahre ausprobiert, einschlie?lich Gold, Silbern, Bronze, Azurblau, und Gruen.
Aufgrund der Langlebigkeit und der leichten Huelle sind die “koerperlosen” lackierten Ornamente weltweit als traditionelle chinesische Volkskunst bekannt und werden von allen, die sich fuer chinesische Kuenste und Handarbeiten interessieren, als ausserordentliche attraktive Kunstarbeit gesehen und annerkannt.
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