Ein Projekt, zum Schutz von chinesischer Volkskunst und Kunsthandarbeiten
 
 
Peking Cloisonné-Emaille
 


Peking Cloisonné gehoert zu den meist geschaetzten Kunstformen in China. Cloisonné und Emaillekunst ist bei Touristen und Sammlern in der ganzen Welt sehr gefragt. Die handwerklichen Fertigkeiten und Techniken anderer traditionsreicher Volkskuenste wurden in die Emaille- und Cloisonné Metallkunst mit uebernommen, einschliesslich Malerei, Schnitzerei, Rundumemaillieren oder en ronde bosse, Metallurgie und Glasschmelzerei.

Das Cloisonné Kunstmuseum in Peking stellt verschieden Stuecke der letzten sechs Jahrhunderte aus. Auch das internationale Ausstellungszentrum zeigt eine Vielzahl von Cloisonné Werken, darunter einige die Preise im Ausland gewonnen haben. Weiterhin sind Reproduktionen der kaiserlichen Sammlung aus dem nationalen Palastmuseum zu sehen.

Man vermutet, dass die Emaille-Techniken erstmals durch Missionare aus Zentralasien waehrend der Yuan Dynastie (1271-1368) nach China gebracht wurden. Zur Zeit der Ming Dynastie wurden Emaillearbeiten und Cloisonné zunehmend populaerer und verbreiteten sich vor allem in der Xuande Periode (1426-1436). In dieser Zeitepoche hat man Cloisonné und Emaille ausschliesslich fuer die koenigliche Familie hergestellt. Die kaiserlichen Palaeste waren reichlich mit Cloisonné Objekten geschmueckt. Waehrend der Jingtai Periode (1450-1457) der Ming Dynastie entstanden neue Kreationen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung einer dunkelblauen Emaillierung gelegt wurde. Dieser Emaillestil entstand in den Werkstaetten des Kaisers Jingtai (1450-1457), woraus der Begriff „Jingtai-Blau“ gepraegt wurde.

In der Emaillekunst wird glasartiges Material erhitzt und auf der Oberflaeche eines Metallgefaesses zum Schmelzen gebracht. Emaille besteht aus Borsaeure, glasbildenden Oxiden und anderen chemischen Verbindungen. Durch die Metalloxide entsteht ein gefaerbter, glasartiger Schmelzueberzug. Cloisonné-Emaille wird in aehnlicher Weise hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, dass ein Muster von Metallfaeden auf der Oberflaeche des Gefaesses ausgebreitet und festgeloetet wird.

Die Herstellungsmethoden der Cloisonné Kunstwerke sind aufwendig und erfordern sowohl grosses handwerkliches Geschick als auch Geduld. Das Metallgefaess wird in der Regel durch Haemmern und Strecken zusammengeloeteter Kupferteile in die gewuenschte Form gebracht. Danach wird das Muster auf Kohlepapier fixiert und sorgfaeltig auf die Oberflaeche des Gefaesses durchgepaust. Duenne Kupferdraehte werden entsprechend dem Muster zurechtgebogen und mit Kleber auf dem Metallobjekt befestigt. Die so entstandenen Zellen werden mit einer Emaillepaste aufgefuellt, die aus farbigen Pigmentpulver, Alkali, Borsaeure und Salpeter besteht. Die unterschiedlichen Farben werden durch verschiedene Mineralien erzeugt. Bronze bildet blaue, Chrom gruene, Jod rote und Zink weisse Pigmente, wobei jedes Farbpigment von Hand aufgetragen wird. Anschliessend kommt das Objekt in den Brennofen. Da das Emaille beim Brennen zusammensinkt, muessen die Zellen wieder aufgefuellt werden. Dieser Schritt wird so lange wiederholt, bis die Cloisonné-Emaille das gesamte Muster ausfuellt hat. Danach wird die Oberflaeche des Metall-Objektes auf einer Drehscheibe mit einem Schmirgelstein und Wasser geglaettet. und mit einem Schleifstein und Karbon poliert. In einem abschliessenden Galvanisierungsprozess wird das freiliegende Metall vergoldet, um somit ein Oxidieren der filigranen Arbeit zu verhindern.

Cloisonné wurde fuer viele verschiedene Objekte verwendet, wie beispielsweise Vasen, Kruege, Schuesseln, Teller, Aschenbecher und andere praktische Gegenstaende. Es ist eine hochgeschaetzte Kunstart und herausragender Bestandteil vieler Museen und privater Kunstsammlungen.

Cloisonné-Emaille zaehlt zu den acht “einzigartigen Kunstformen von Peking” und ist ein bedeutungsvolles Kunstwerk der Hauptstadt. Die Werke beeindrucken durch das bewundernswerte Design und winzigen Details in Verbindung mit den leuchtenden und lebendigen Farben. Diese traditionelle Kunstform ist innerhalb der Metallkunst eine der schoensten der Welt.

 

 
 
   
 

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