Ein Projekt, zum Schutz von chinesischer Volkskunst und Kunsthandarbeiten
 
 
Scherenschnitte aus Yangzhou
 


Die suedliche Stadt von Yangzhou ist das Herz des traditionellen Scherenschnittes. Es ist eines der ersten Gebiete, die die Scherenschnitte als Volkskunst angenommen haben. Viele Muster vom Sueden Chinas werden in Yangzhou angefertigt. Sie repraesentieren einen grossen Anteil der Scherenschnitte die in anderen Laendern ausgestellt werden.

Der Scherenschnitt wurde zu einer beliebten Kunstform nachdem der Kaiser Yang Guang in der Sui (581-618) Dynastie seinen Dienstmaedchen befahl, ueber die Winterzeit Scherenschnitte herzustellen und diese dann im Fruehling ueberall in seinem Yangzhou Palast anzubringen.

Waehrend der Tang (618-907) und Song (960-1279) Dynastie wurden die Scherenschnitte verwendet, um den Fruehling willkommen zu heissen. Sie werden neben Neujahrspostern aufgehaengt, um Glueck fuer das neue Jahr zu bringen.

Beliebte Muster sind Tiere, wie z. B. Schmetterlinge und die chinesischen Tierkreiszeichen. Ausserdem werden dafuer gerne Objekte genommen, die im Zusammenhang mit dem Fruehling stehen. Blumen werden auch oft verwendet.
 
Die Scherenschnitte aus Yangzhou wurden auch in Gedaechtniszeremonien verwendet, um an Verstorbene zu gedenken. Scherenschnitte in der Form eines Pferdes, Geistes oder Geld werden entweder mit einem Verstorbenen begraben oder verbrannt. Ein beruehmter chinesischer Dichter schrieb einmal "Wasche meine Fuesse mit heissem Wasser und rufe meinen Geist durch Scherenschnitte zurueck“.

In der Qing Dynastie (1644-1912) hatte Scherenschnitte viele Zwecke. Sie wurden fuer festliche Dekorationen und zu Ehren der Verstorbenen verwendet. Ausserdem wurden die Scherenschnitte auch als Model fuer Stickereien verwendet. Die Scherenschnitte wurden waehrend der Ming (1368-1644) und der Qing Dynastie so populaer, dass viele Kuenstler nur vom Einkommen Ihrer verkauften Kunst ueberleben konnten. Leider nahm die Beliebtheit des Scherenschnittes nach dem Ende der Qing Dynastie ab und wurde wegen der sozialen Unruhe und Kriege vernachlaessigt.

Nach der Gruendung der Volksrepublik China 1949 wurde die Papierkunst als ein wichtiges Element der Yangzhou Geschichte und Kultur anerkannt. Im Jahre 1955 wurde ?Die Agentur der Volkskuenste und Kunsthandarbeiten“ gegruendet, um vergessene und vernachlaessigte Volkskuenste in Yangzhou wiederzubeleben. Vereinzelnde Volkskuenstler wurden zusammen gesammelt. Ihnen wurden Arbeitsplaetze und finanzielle Unterstuetzung gestellt, so dass sie ihre eleganten und geschaetzten Kunstwerke, einschliesslich der Scherenschnittkunst fortsetzen konnten. Diese Agentur heisst nun “Die Yangzhou Volkskunst und Kunsthandarbeit Fabrik” und produziert mehr als eintausend Kunstwerke jaehrlich.

Die exquisiten Designs und Muster, produziert von Kuenstlern aus Yangzhou, gehoeren zu den Besten der Welt. Yangzhou wird weiterhin wertvolle Kunststuecke erzeugen und wird immer als das Südliche Herz des Scherenschnittes bekannt sein.

 
 
   
 

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