Ein Projekt, zum Schutz von chinesischer Volkskunst und Kunsthandarbeiten
 
 
Gold veredelte Kunst aus Nanjing
 


Nanjing, ehemals Jinling, ist fuer viele traditionellen Volkskuenste bekannt, einschliesslich der Jingling Goldfolie-Kunst. Die hauchduenne Folie wird aus grossen Goldbarren geformt um daraus prachtvolle Statuen, Skulpturen und andere Objekte zu erschaffen.

Jinling Goldfolie-Kunst hat eine ueber 2000 Jahre alte Geschichte und man vermutet, dass sie in der Periode der Oestlichen Jin Dynastie (265-420 .n. Chr.) entstanden ist, als die traditionellen Schmiedetechniken sich mit der buddhistischer Kunst vereinigten. Die Anfaenge dieser Kunstrichtung liegen im Gebiet Longtan, denn hier wurde erstmals mit Goldfolie gearbeitet. Es gab drei Staemme, die sich in der Jinling Goldfolie-Kunst besonders hervortaten. Der Liu Stamm war fuer das Schmieden der Goldfolie verantwortlich. Der Ge Stamm zerschnitt die Folie in duenne Blaetter und der Yin Stamm stellte daraus erlesene Kunstwerke her.

Die Massenproduktion von Goldfolie begann in China waehrend der Yuan Dynastie (1271-1368). Zur Zeit der Ming Dynastie (1368-1644) wurden viele Kunstwerke mit Goldfolie versehen, wodurch die besondere Ausstrahlung der Werke noch unterstrichen wurde. Zahlreiche Objekte des kaiserlichen Palstes wurden mit Goldfolie dekoriert, einschliesslich der Radierungen in den Gaengen und den kleineren Statuen des Vorhofes.

Die traditionelle Herstellungsweise erfolgt in zehn komplizierten Arbeitsschritten und diese Methoden wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Bevor das Gold geschlagen und gewalzt werden kann, muss es zunaechst zu kleinen Barren gegossen werden. Danach schlagen zwei Maenner wechselseitig mindestens 25000 mal mit einem 3,5 kg schweren Hammer auf den 25-karaetigen Goldbarren ein bis duenne Goldblaettchen entstehen, die ebenso zart sind wie die Fluegel einer Heuschrecke.  Diese Arbeit erfordert grosses handwerkliches Koennen und aeusserste Praezision, denn die Goldblaettchen weisen zum Schluss nur noch eine Dicke von 0,1 Mikrometer auf. 943 Goldblaetter sind erforderlich, um eine Dicke von nur einem Millimeter zu erzeugen und 10 000 Stueck wiegen nur 178 Gramm. Das fertige Blattgold wird in kleine Stuecke zerschnitten, die zur Herstellung atemberaubender Gold-Statuen und Skulpturen dienen.

Sowohl damals als auch heute wurden religioese Statuen mit Goldfolie verziert und auch in der in der chinesischen Medizin und in Lebensmitteln kommt sie zur Anwendung.

Viele Museen der Welt beherbergen die prachtvollen Kunstwerke aus Goldfolie und auch in Zukunft werden bewundernswerte Meisterwerke aus dieser Kunstform hervorgehen. Es ist auf den ersten Blick ersichtlich, wieviel Muehe und grosses Koennen in die Kunstwerke mit hineinfliessen. Der Erhalt und die Foerderung dieser besonderen Kunstform aus Nanjing ist notwending um sicherzustellen, dass auch zukuenftige Generationen das Vermaechtnis der inzwischen gefaehrdeten Volkskunst weiterfuehren koennen.

 

 
 
   
 

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