Jahrhunderte lang haben Handwerker daran gearbeitet das Longquan Schwert zu perfektionieren und das Ergebnis ist eine atemberaubende und hochentwickelte Kunstform.
China war eines der ersten Laender, die Waffen aus Metall herstellten. Man hat Techniken und handwerkliche Fertigkeiten bestaendig weiterentwickelt und so entstanden dauerhafte, scharfe und kunstvolle Schwerter. Die Geschichte des Schwertes geht zurueck auf die Fruehlings- und Herbstperiode (770 – 476 v. Chr.) wo vor ueber 2300 Jahren erstmals ein einfaches Longquan Schwert angefertigt wurde.
Das Longquan Schwert wird in drei Hauptgruppen unterteilt: unbiegsames Schwert, biegsames Schwert und das traditionelle Kampfkunst-Schwert. Insgesamt gibt es neunundzwanzig verschiedene Schwertarten, einschliesslich Stockschwert, Kurzschwert und Doppelschwert.
Die fuer die Herstellung notwendigen Ressourcen, sind in der Region Longquan reichlich vorhanden, dazu zaehlen Itabirit-Erz, Poliersteine und Kohle. Es sind neunzig verschiedene Arbeitsschritte notwendig um ein Longquan Schwert von hoher Qualitaet herzustellen. Zu den grundlegenden Verfahrenstechniken gehoeren das Tempern, Schmieden, Glaetten, Schnitzen, Einbetten und Polieren. Schwertgriff und Scheide bestehen aus Palisander und das Wehrgehaenge aus Bronze und Seide.
Traditionsgemaess muss das Longquan Schwert vier wesentliche Eigenschaften aufweisen und jeder Schwertmacher strebt danach diese Aufgabe zu erfuellen. Haerte und Schaerfe garantieren die Langlebigkeit des Schwertes. Weder darf es zu schwer noch zu leicht sein und die Klinge muss im Licht glaenzen wie Frost oder Schnee. Wichtig ist auch, dass das Schwert mit erlesenen Ornamenten verziert ist.
In frueheren Zeiten dienten diese Schwerter als Waffe zum Ueberleben, heute allerdings werden sie nur noch im Kampfsport eingesetzt und gehoeren zur traditionellen Volkskunst. Oft werden sie auch als Gastgeschenk an auslaendische Besucher uebergeben und sind aufgrund der aesthetischen Komponenten sehr geschaetzt. Das Schwert haengt in vielen Raeumen, da ihm der Glaube anhaftet Glueck zu bringen und vor boesen Geistern zu schuetzen.
Um diese erlesenen Volkskunst zu erhalten und zu foerdern, gruendetet der beruehmte Schwertmacher Zhou Zhengwu das Longquan Schwertmuseum. Schon dessen Vorfahren waren Meister in der Herstellung von Longquan Schwertern. Auch das Longquan Zhengwu Schwertschmiede-Institut widmet sich der Aufgabe die einzigartigen Kunstfertigkeiten an die zukuenftige Generation weiterzugeben. Sowohl in China als auch international wurde den Longquan Schwertern hohe Anerkennung zuteil und das chinesische Kultusministerium verlieh Zhou Zhengwu den “Kunst- und Handwerkspreis fuer ausgezeichnete Arbeit”.
Diese glaenzenden Beispiele traditioneller Handwerkskunst sind in die Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas mit aufgenommen worden. Longquan Schwerter bestechen durch ihre Eleganz und handwerkliche Schoenheit und werden auch weiterhin bei Touristen und Kunstsammlern sehr gefragt sein.
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