Der chinesische Bonsai-Baum ist eine hoch geschaetzte Landschaft-Kunst schon seit Jahrhunderten, die die Schoenheit der Natur in einem Topf widergibt und nicht groesser ist als ein Waschbecken. Der unvergleichlicher Ruf als "Lautlose Dichtung" hat diese chinesische Kunstform zu einem der beruehmtesten Landschaft Kunstgenres in der Welt kristallisieren lassen.
Bonsai-Baeume werden verwendet, um eine natuerliche Miniaturpflanzung mit der Einbildungskraft des Handwerkers verbundenen Szenen, zu schaffen. Fliessendes Wasser, Felsen und Sand begleitet haeufig die Bonsai-Baeume, um eine realistische Interpretation zu schaffen.
Es gibt zwei Typen der chinesischen Bonsai-Kunst, die als Shanshui und Shumu bekannt sind. Shanshu wird direkt uebersetzt, welches "Berg und Wasser" bedeutet. Die Miniaturlandschaften werden gebaut, um Bergszenen zu aehneln und diese Eigenschaft schaukelt sich groesstenteils in ihr wider. Der Bonsai-Baum ist nicht die Hauptfigur innerhalb dieser Art der Landschaft-Kunst.
Die Shumu "Baum"-Kunst ist der japanischen Landschafts Kunst aehnlich und zeigt viele Bonsai-Baeume. Kontraste sind ein wichtiges Element, denen Handwerker Achtsamkeit schenken. Jedes Element muss seinem Gegenteil gegenuebergestellt werden. Wenn ein Gegenstand aufrecht ist, muss ein anderer Gegenstand den Kontrast aufzeigen. Deswegen glaubt man, dass die sich abhebenden Elemente zu einer harmonischen Essenz fuehren.
Es gibt sechs Hauptformen des allgemeinen Bonsai-Baums in China, kategorisiert durch ihr Aeusseres. Beginnend vom geraden Stamm, der schraege Stamm, der gekruemmte Stamm, der Klippen Haengende, die Weinrebe und der Waldstil. Literaten Bonsai Baeume werden innerhalb ihrer eigenen Liga klassifiziert, weil sie mit himmlischen Elementen wie Spaerlichkeit, Verbesserung und Anmut bestueckt sind.
Die wertvolle Art des chinesischen Holzes wird manipuliert, um hervoragende chinesische Bonsai-Baeume zu erhalten. Andere Baeume die verwendet werden sind zum Beispiel Zypresse, chinesische Ulme und chinesischen kleine Buchsbaeume.
Es ist nicht bekannt, wann die Chinesen erstmals die Kunst des gaertnerisch gestaltenden Bonsais schufen. Eine Wandmalerei in der Grabstaette des Kronprinzen Li Xian von der fruehen Tang-Dynastie (618-907) zeichnet in aesthetischen Mustern ein Bonsai-Baum. Bonsai-Baeume sind in vielen Gedichten ueberall in der Tang und Song (960-1279) Dynastien erwaehnt worden. Monografien, die sich auf Bonsai-Kunst konzentrieren, waren waehrend der Ming (1368-1644) und Qing (1644-1912) Dynastien reichlich vorhanden.
Die Yangzhou Schule der Bonsai-Kunst ist einer der beuehmtesten innerhalb Chinas zusammen mit Suzhou, Zhejiang, Peking und Shanghai. Die von Yangzhou Kuenstlern angebauten Bonsai-Baeume sind durch ihre ordentlichen und kennzeichnenden Laub-Schichten ausgezeichnet. Die Glieder der kuenstlerischen Baeume werden in duennes, flaches Laub in der ovalen Form erzogen. Dieses Laub ist als "Wolkenschicht" bekannt. Eine ungerade Zahl dieser Schichten wird gewoehnlich auf Yangzhou Bonsai-Baeumen gefunden. Wenn der Baum eine bis drei Schichten hat, ist er als der „Plattform-Stil“ bekannt. Diejenigen mit mehr als drei Schichten, werden als ein „genialer oder feiner Wolkenstil“ klassifiziert. Die Staemme der Baeume werden trainiert, um schnell spiralfoermig zu wachsen, genannt „Drachen Kurve“.
Yangzhou Handwerker folgen der Tradition der Landschafts Kunst, die Zweige nicht laenger als dreieinhalb Zentimeter wachsen zu lassen. Die Zweige werden in „Blumenpagoden“ gedreht oder zeigen eine Kurve fuer jeden Zentimeter. Schon im fruehen Alter werden die Baeume in ihre reife Gestalt durch das Verbiegen und die sehr genaue Beschneidung gebildet. Das verlangt wohl durchdachte Sachkenntnisse, wie auch eine riesige Zeitdauer.
Der beruehmte Yangzhou Bonsai-Baum genannt, "Towering Canopy“, ist eines der beruehmtesten Beispiele der Bonsai Landschafts Kunst in der Welt. Es belaeuft sich auf hundert Zentimeter und ist etwa vier Jahrhunderte alt. Die aufgerollte Gestalt des Baums zeigt einen Drachen-Tanz. Urspruenglich gepflanzt in dem Tian Ning Kloster waehrend der Ming Dynastie wurde es dem Yangzhou Museum in den 1950er Jahren fuer die Bewahrung und Schutz uebergegeben. Es liegt jetzt im Westseepark von Yangzhou als ein Symbol der natuerlichen Schoenheit der alten Garten-Kunst.
Die Bonsai-Kunst wurde in den 70er Jahren weiter entwickelt, als ein neuer Stil vom Yangzhou Handwerker, namens Qingquan Zhao. Er schuf die Kategorie bekannt als "Wasser und Land" unter Einfluss der Yangzhou Garten Kunst und Landschafts Bilder. Landschaften von Wasser, Felsen und Baeumen werden in kleinen seichten Marmorbehaeltern erstaunlich aufgebaut. Im Jahre 1985 gewann die schoene Bonsai-Kunst von Zhao den ersten Platz an der ersten "chinesischen Nationalen Bonsai-Ausstellung" in Shanghai.
Yangzhou Bonsai-Kunst wird ueberall auf der Welt bewundert und fuer die natuerliche klassische Schoenheit geschaetzt. Es hat ueber Generationen bis zu dem heutigen Tag ueberlebt und hat sich in eine klassische chinesische Volkskunst entwickelt. Hoffentlich wird es ein Teil von Chinas Erbe und deren darauffolgenden Generationen.
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